Beate auf einer Mauer sitzend mit dem Notebook in der Hand

Mein Jahresrückblick 2025: Über den Tellerrand hinaus

Mein 2025 war ein Jahr der ersten Male. So viele Dinge, die ich ausprobiert oder begonnen habe. Orte, die ich zum ersten Mal bereist habe und Erlebnisse, die neu für mich waren. Menschen, die ich nach langer Zeit wiedergetroffen habe oder die neu in mein Leben gekommen sind.

2026 wird für mich ein Jahr der großen Veränderungen sein, auf jeden Fall in beruflicher Hinsicht. Und das wird andere Veränderungen nach sich ziehen. Umso lieber habe ich die Gelegenheit genutzt, beim Schreiben dieses Jahresrückblicks noch einmal auf 2025 zurückzuschauen. Was ist passiert, was habe ich erlebt, was will ich mitnehmen ins neue Jahr und was lasse ich in 2025 zurück?

Das Leben passiert im Hier und Jetzt. Trotzdem ist dieser Blick zurück heilsam für mich. Mit viel Dankbarkeit blicke ich auf ein prallvolles Jahr zurück und es erfüllt mich mit einer seltsamen Ruhe, wenn längst vergessene Ereignisse und Begegnungen in meine Erinnerung zurückkommen. Denn das passiert bei dieser konzentrierten Rückschau: es ploppen nach und nach Dinge auf, an die ich lange nicht gedacht habe. Das Geschenk des Innehaltens.

Darum geht es:

Meine wichtigen Themen 2025

Start in das Abenteuer „Blog“

Im Dezember 2024 bin ich über einen Workshop gestolpert: Jahresrückblog – Schreibe deinen Jahresrückblick 2024. Ich bin spontan eingestiegen und habe mitgemacht. Bis dahin hatte ich zwar eine Webseite, aber noch nie einen Blogartikel geschrieben.

Der Workshop mit Judith Peters hat mir großen Spaß gemacht. Das Schreiben meines ersten Artikels genauso. Also habe ich ihn in den ersten Januartagen 2025 veröffentlicht: meinen allerersten Blogartikel.

Ich mache selten halbe Sachen. Und wenn mich etwas interessiert, überlege ich nicht lange. Deshalb habe ich nach dem Workshop nicht nur meinen Jahresrückblick 2024 gepostet, sondern bin auch in Judith’s Blogcommunity „The Content Society“ gehüpft. Ohne die regelmäßigen Calls und die vielen Anregungen, die wir bekommen, wäre alles viel schwieriger. Auf jeden Fall für mich.

52 Blogartikel in 52 Wochen – das war das Ziel. Spoiler: das habe ich weit verfehlt. 23 plus eine ganze Menge unfertiger Entwürfe sind es geworden. Ich bin trotzdem stolz auf mich. Besonders darauf, dass ich nach einer längeren jobbedingten Blog-Auszeit jetzt wieder angefangen habe. 2026 kann kommen.

Alte Freundschaften tragen – und vertragen Pausen

Mit einer Umfrage zum Thema Stress hat es angefangen. Ich habe Ende 2023 Frauen angeschrieben, die ich kenne und die meiner Zielgruppe entsprechen: berufstätig, selbständig oder Unternehmerin mit Kindern. So bin ich auch wieder mit Brigitte in Kontakt gekommen. Eine gute Freundin, die ich schon lange kenne, aber sehr lange nicht mehr gesehen oder gesprochen hatte.

Beate und Brigitte als junge Frauen

Brigitte hat meinen Fragebogen beantwortet und mir in einem vertiefenden Telefonat viel erzählt. Wir waren uns schnell einig: wir wollen uns bald einmal wieder „in echt“ treffen.

Mit Terminen ist das aber manchmal so eine Sache, vor allem wenn eine räumliche Distanz dazukommt. Und so hat es bis Ostern 2025 gedauert, bis ich sie wirklich einmal im Allgäu besucht habe. Im Sommer kam dann der Gegenbesuch bei uns. Wir haben sehr schöne und lustige Stunden verbracht.

Die Jahre, in denen wir uns nicht gesehen haben, sind nichts, was uns trennt. Sondern sie sind der Stoff für viele Geschichten, Berichte, Erzählungen. Das haben wir noch einmal erlebt bei einem Gartenfest mit noch mehr Freundinnen von früher. Mit Begeisterung und viel Gelächter sind wir in alten Zeiten geschwelgt. So schön.

Drei Freundinnen

Der Wunsch nach einer besseren Stimme und was daraus entstand

Ich bin unzufrieden mit meiner Stimme. Ich verbringe im Büro die meiste Zeit allein vor meinem Notebook. Wir sind eine sehr dezentral arbeitende Firma, viele Kollegen arbeiten von zu Hause aus. Der Kontakt findet daher oft per Mail statt, weniger im direkten Gespräch mit den anderen.

Meine Stimme leidet darunter sehr. Wenn ich nach längerem Schweigen dann spontan etwas erklären oder diskutieren will, krächze ich (nach meinem Eindruck) nur noch. Ein paar Lockerungsübungen helfen, aber wirklich befriedigend ist das nicht. Im Reden bin ich trotzdem nicht geübt. Wenn ich darüber nachdenke, ist es nicht nur die Stimme, sondern der ganze Skill „Reden und gehört werden“.

Da kam mir der Workshop „Master your Communication“ von Tobias Beck im April gerade recht. Von ihm, einem bekannten Speaker, wollte ich etwas lernen für meine Stimme und meinen Ausdruck.

Ja, Tipps für besseres Sprechen gab es auch. Aber in der Hauptsache einen Überblick darüber, wie Kommunikation wirklich funktioniert und auf welcher Ebene sie stattfindet. Die Stimme ist dabei nur ein kleiner Teil. Also habe ich mich auch in dieses Abenteuer gestürzt: The Art of Communication.

Ein ganzes Jahr zum Thema Kommunikation. Begonnen haben wir mit 6 Monaten, an denen wir unsere innere Kommunikation erforscht haben. Glaubenssätze, Denkmuster, Gewohnheiten, Erfahrungen – alles kam auf den Prüfstand. Das zweite Halbjahr werden wir über Kommunikation im Business sprechen. Und nicht nur sprechen – die Aufgaben, die wir bekommen, sind sehr real.

Der Bonus dabei ist die Gruppe, in der wir uns unterstützen. Jeweils 12 Personen bilden einen Tribe, der für Fragen da ist, der Aufgaben-Ergebnisse kommentiert, diskutiert, Ideen liefert, auf die ich alleine nicht gekommen wäre. Der da ist, wenn ich mal durchhänge, und mich wieder anschubst. Die unterschiedlichen Perspektiven sind dabei ein großer Schatz.

Und wir vertiefen den Kontakt in Offline-Treffen. 2025 privat in Köln und mit der ganzen AoC-Gruppe beim Find-your-Flow-Festival in Basel. Uns persönlich zu treffen, nachdem wir online schon sehr vertraut miteinander waren, war noch einmal ein besonderes Highlight.

Unsere Tribe bei der Ausbildung Art of Communication

Was ich 2025 zum ersten Mal gemacht habe

Neue Orte

Auszeit im Allgäu – nur für mich

Einfach mal raus. Nach den turbulenten Weihnachts- und Neujahrstagen hatte ich im Januar das Bedürfnis, ein paar Tage allein mit mir und meinen Gedanken zu sein. Also habe ich kurzerhand eine Ferienwohnung im Allgäu gebucht und bin hingefahren. Bisher habe ich das noch nie gemacht, so ganz für mich alleine.

Und ich war wirklich allein. Es gab kaum Schnee, deshalb waren keine Wintersportler da. Es war außerhalb der Saison, zwischen Weihnachten und Fasching, daher hatten einige Cafés und Restaurants geschlossen. Mein Apartment war das einzige von sechs im Haus, das belegt war. Also genau das, was ich wollte.

Spaziergänge, Recherchieren, Blogartikel schreiben. Bernd, mein Mann, kam dann am Wochenende hinterher, so konnten wir die kleine Auszeit auch noch zu zweit genießen. Schön wars. Und erholsam.

Beate im Allgäu mit einem Fernrohr

Reisen, Besuche und ein Festival: Ljubljana, Salzburg, Basel, Kreta, Gent

Unsere ganze Familie reist gerne. Meine beiden Töchter nehmen daher auch in ihrem Studium die Gelegenheit wahr, während eines (oder zwei) Auslandssemesters andere Länder und neue Menschen kennenzulernen. Erasmus – endlich mal ein EU-Programm, das wirklich der Verbindung und Verständigung dient.

Für uns ist das eine willkommene Gelegenheit, unsere Töchter dort zu besuchen. Sie führen uns an Orte, die wir ohne sie vielleicht nie gesehen hätten.

So haben wir Ostern in Ljubljana verbracht, dieser wunderschönen Stadt im spektakulär grünen Slowenien. Wir haben die Stadt erkundet, waren im Regen bei der Odprta kuhna (offene Küche), einem Food-Straßenmarkt, bei tollem Wetter in Piran am Meer und sind durch herrlich grüne Wälder gewandert zu Seen und Wasserfällen. Auf dem Rückweg nach Hause haben wir eine Übernachtung in Salzburg eingeschoben und hier einen Nachmittag verbracht. Auch ein neuer Ort für mich.

Unser Sommerurlaub fand dieses Jahr im Oktober statt. Darum haben wir nach einem Ort gesucht, an dem es im Oktober noch warm ist. Und dabei Kreta gefunden. Ich war noch nie in Griechenland und habe mich auf Kreta spontan in Land und Leute verliebt. Das Strandcafé in Agios Nikolaos und unser Hotel an der Westküste in der Nähe von Elafonisi (so habe ich mir immer das Café am Rande der Welt vorgestellt) werden mir noch lange in Erinnerung bleiben. Das Hotel und das Licht waren so schön, dass wir spontan ein Business-Fotoshooting gemacht haben.

Im November bin ich nach Basel gereist zum Find-your-Flow-Festival. Ein großes spirituelles Event mit bekannten und weniger bekannten Speakern, Keynotes, Meditationen und Workshops, und mit 10.000 Menschen, die alle auf dem Weg sind. Eine unglaubliche Energie. Ich kannte vorher weder das Festival noch die Stadt.

Schon das Ankommen in Basel war ein Erlebnis. Es war der 31.10., Halloween. Mein Zug kam spätabends an, ich wollte direkt zum Hotel weiterfahren. Im Bus fand ich mich urplötzlich mitten in einer Gruppe von Vampiren wieder – die gutgelaunte Baseler Jugend auf dem Weg zur Halloweenparty.

Die Festivalteilnahme war Teil meiner Ausbildung „Art of Communication“. Neben dem regulären Festivalprogramm war auch ein gemeinsames Treffen mit allen anwesenden Ausbildungsteilnehmern organisiert. Toll, wenn man sich schon online kennt und dann persönlich trifft. Dann ist schon eine Verbindung da, die man leicht vertiefen kann.

Halle des Find your Flow Festivals - Begrüßungsbild
5 Frauen an einem Tisch
Unser erstes Live-Treffen in Köln - Maskottchen Flippy ist immer dabei

Ein Besuch bei unserer anderen Tochter in Gent hat unser Reisejahr abgeschlossen. Auch sie war für ein Auslandssemester dorthin gekommen und wir haben wieder die Gelegenheit gerne genutzt, noch einen neuen Ort kennenzulernen. Und natürlich haben wir auch belgische Pommes gegessen und das belgische Bier probiert.

Erst rückblickend wird mir bewusst, dass ein Großteil der Reisen, die ich 2025 unternommen habe, mich zu Orten geführt haben, an denen ich noch nie oder schon sehr lange nicht mehr war.

Ludwigsburger Weihnachtsmarkt

Zum Jahresabschluss nochmal ein Highlight. Mit zwei Kolleginnen und einem Kollegen habe ich den Weihnachtsmarkt in Ludwigsburg besucht. Ludwigsburg ist nur etwa 30 Kilometer von Heilbronn entfernt, trotzdem war ich – bis auf einen geschäftlichen Termin – noch nie dort in der Stadt unterwegs.

Der gemeinsame Ausflug war an sich schon etwas Neues für mich. Wir arbeiten schon seit Jahren zusammen, private Treffen waren bisher beschränkt auf sehr seltene gemeinsame Mittagspausen.

Der Weihnachtsmarkt ist unglaublich schön. Eine große Empfehlung von mir für alle, die noch nie dort waren. Das fängt beim Ambiente zwischen den schönen alten Häusern an, geht über die stimmungsvolle Dekoration weiter bis zur Auswahl der Stände, die ein wirklich abwechslungsreiches und hochwertiges Angebot präsentierten. Da war ein Teil der Weihnachtseinkäufe dann schon erledigt. Und dank unserer Kollegin, die in Ludwigsburg lebt, haben wir auch den Stand mit dem besten Glühwein gefunden.

Bea auf dem Weihnachtsmarkt
So einfach heutzutage, eine verlorengegangene Kollegin wieder zurückzulotsen

Neue Projekte

Newsletter und mehr

Ich bin 2025 mit meinem Newsletter gestartet. Noch etwas verhalten, da ich viel zu wenig präsent auf Social Media bin. Das darf sich 2026 ändern. Denn wenn niemand von mir weiß, kann auch niemand abonnieren – so einfach ist das.

1-2 mal im Monat gibt es Tipps und Impulse für einen besseren Umgang mit Stress, für die Stärkung deines Mindsets sowie kleine alltagstaugliche Tools, die in hektischen und stressigen Situationen schnell helfen, wieder zur Ruhe zu kommen. Meinen Newsletter kannst du hier abonnieren.

Zum ersten Mal habe ich 2025 auch einen digitalen Adventskalender angeboten. 38 Abonnenten habe ich gewonnen, obwohl ich nur ein einziges Mal auf Instagram und Facebook dafür geworben habe. Das finde ich ein stolzes Ergebnis – was wäre da möglich gewesen, wenn ich mehr gepostet hätte? Auch hier war das Thema Stress – alltagstaugliche Tools und Impulse zur Stressbewältigung und für mehr Gelassenheit.

Gesundheitsmesse: Tiefenentspannung mit Access Bars®

Ich hatte die Ankündigung schon im Frühjahr gelesen. Zur Teilnahme habe ich mich aber ganz kurzfristig entschlossen: ein Angebot bei der Gesundheitsmesse BIO & CHI.

Die Access Bars® waren mein Einstieg in die Welt der Persönlichkeitsentwicklung. Was die Access Bars® genau sind, kannst du hier nachlesen. Nur so viel: die Access Bars® schenken tiefe Entspannung und können viele Themen auflösen, die uns blockieren. Die Philosophie dahinter ist: Vertraue deinem eigenen inneren Wissen. Bewerte nichts, sondern schau auf die Möglichkeiten, die sich dir bieten.

Dieses Wissen wollte ich teilen. Also habe ich bei der Gesundheitsmesse kostenlose Schnuppersessions angeboten. Ein kleiner Eindruck, was in einer „richtigen“ Sitzung möglich sein kann.

Und wenn es keinen interessiert? Zum ersten Mal stand ich für mich selbst und für mein Angebot da. Ich hatte Visionen von mir, wie ich zwei Tage allein an meinem Stand verbringe. Was sich dann als Quatsch herausgestellt hat.

Ich war ausgebucht. Das hatte ich nicht erwartet. Viele waren neugierig und wollten die Behandlung testen. Manche kamen mehrmals vorbei, um einen freien Spot zu bekommen. Die Terminliste, die auslag, war voll. Vor Beginn oder nach offiziellem Schluss waren die Kollegen von anderen Ständen oder die Mitarbeiter des Caterings da. Tiefenentspannung und eine Pause vom Alltag scheint ein gefragtes Thema zu sein.

Die Entspannungswirkung der Access Bars ist so gut, dass sie auch in einem Messesetting funktioniert. Alle, die die Behandlung ausprobiert haben, haben mir rückgemeldet: „Ich war total weg. Ich habe zumindest eine Zeitlang nichts mehr von den Menschen drumherum mitbekommen.“

Nun – gebucht hat trotzdem keiner dieser Besucher eine Session. Aber vielleicht kommt das noch. Ich wünsche es mir – nicht nur für mich. Ich bin auf jeden Fall sehr froh, diese Erfahrung gemacht zu haben. Wieder eine Hürde, die ein wenig kleiner geworden ist.

Bea beim Aufbau des Gesundheitsmesse-Standes
Gesundheitsmesse BIO & CHI in tollem Ambiente in den Gewächshäusern der Gärtnerei Umbach - beim Aufbau des Standes

Neue Erlebnisse

Buchmesse Leipzig: ein Radiointerview und ein Abbruch

Ein Besuch der Buchmesse in Leipzig – das ist kein erstes Mal für mich. Schon oft war ich mit meiner älteren Tochter dort. Wir sind beide bekennende Bücherwürmer und lieben die Buchmesse. Nicht nur der Bücher wegen, sondern auch wegen des vielfältigen Rahmenprogramms.

Meine Tochter und ich haben dort einen sehr unterschiedlichen Terminkalender. Manchmal überschneiden sich die Interessen aber doch und wir besuchen gemeinsam eine Veranstaltung. Auf jeden Fall treffen wir uns immer zur Mittagspause und berichten uns von unseren Erlebnissen. Und verbringen die Abende zusammen.

Dieses Jahr war alles anders. Als ich ankam, merkte ich schon, dass es mir nicht gutgeht. Aber hey – Buchmesse ist nur einmal im Jahr. Also bin ich wie immer durch die Gänge und Hallen geschlendert und habe mir zuerst mal alles angesehen. Dabei hat mich ein Moderator von Radio Leipzig aufgegabelt und über meine Eindrücke und meine Verbindung zur Buchmesse befragt. Mein allererstes Radiointerview.

Danach war mir ziemlich schnell klar: das wird nichts mehr. Nach wenigen Stunden auf der Buchmesse war ich platt. Ich bin in unser Hotelzimmer gefahren und habe mich ins Bett gelegt. Als meine Tochter abends kam, hatte ich Fieber und die Gewissheit, dass ich am nächsten Morgen wieder nach Hause fahren würde. So schade drum, aber mein Körper hat ganz klar NEIN gesagt. Und ich habe gelernt, darauf zu hören.

Darum ist die einzige richtige Erinnerung, die ich an diese Buchmesse mitnehme, das Interview mit diesem freundlichen jungen Mann.

Interview mit Radio Leipzig

Ein Statement für Frieden

Frieden oder nicht ist für mich nicht verhandelbar. Frieden ist einer meiner Grundwerte, darüber habe ich schon in meinem Fun-Facts-Blogartikel geschrieben. Und obwohl ich große Demonstrationen bisher gemieden habe, um nicht in irgendwelche Auseinandersetzungen zu geraten oder mit Wasserwerfern beschossen zu werden, war diesmal klar: Es ist die Zeit, um Position zu beziehen. Und Krieg ist in meinen Augen niemals die Lösung.

So sind meine Schwester und ich am 03.10. losgezogen zur großen Friedensdemonstration in Stuttgart. Ich hatte keine Vorstellung, was mich erwartet. Aber ich war bereit, Präsenz und Gesicht zu zeigen.

Eine große gemeinsame Energie und viele, die aus manchmal unterschiedlichen Gründen das gleiche Ziel haben. Das habe ich vorgefunden. Lauter Menschen, die ähnliche Gedanken haben wie ich. Das ist mir schon lange nicht mehr passiert. Ich war froh, dass ich trotz meiner Gedanken „Soll ich wirklich? Ich habe doch so viel anderes zu tun“ doch losgefahren bin. Für die eigenen Überzeugungen einstehen und das auch öffentlich posten – das war nach der anfänglichen Scheu ein sehr kraftvolles Gefühl.

Ein bisschen frustrierend im Nachgang: in Stuttgart haben 15.000 Menschen demonstriert und in Berlin zur selben Zeit noch einmal gleich viele. Beide Demos waren friedlich (wie man das bei einer Friedensdemo erwarten darf). Aber vermutlich genau aus diesem Grund war das der Presse nur eine Randnotiz wert. Und im Fernsehen – ich erinnere mich an keinen Beitrag. Wollen wir wirklich nur informiert werden, wenn irgendwo die Steine fliegen?

Mehr schöne und besondere Momente 2025

Silvesterfeuerwerk
Das neue Jahr mit Freunden im Generationengarten am Wartberg begrüßt - beste Aussicht über Heilbronn
Gebäck zum Neujahr
Eine süße Überraschung zum neuen Jahr
Eines unserer gefühlt tausend Pärchen-Selfies - vor dem roten Vorhang eines Diakonie-Projektes
Plakat "Würde ist unantastbar"
Die Rückseite der Diakonie-Installation
Trauerfeier
Im März haben wir meinen Schwiegervater beerdigt. Auch das gehört zum Leben.
Bernd arbeitet im Garten
Mein Mann, der in unserem Minigarten Magisches vollbringt
Spargel mit Pasta
Ich liebe den Frühsommer - Spargel vom Markt und Rucola aus dem Garten, was für ein Luxus
Mohnblüten-Wiese
Ich liebe Mohnblumen. Seit die Stadt Bienenweiden sät, gibt es sie auch bei uns um die Ecke.
Bea und Tochter vor einer Kunstinstallation
Mutter-Tochter-Tag. Zu Besuch in der Kunstgalerie Würth (vor der Shoppingtour)
Nana von Niki Saint Phalle
Nana von Niki Saint Phalle im Museumsgarten. Pure Lebensfreude.
Ein Sommerabend mit Freunden
Ein Sommerabend mit Freunden. Dinner und Wein direkt im Weinberg
Ampelmännchen mit Herz
So schöne Ampelmännchen gibt es in Salzburg
Ein Brett mit Löchern für Wunschzettel
Auf dem Find-your-Flow-Festival in Basel. Was ist dein Traum?

Mein Fazit für 2025

Die besten Entscheidungen, die ich getroffen habe

Die besten Entscheidungen habe ich vielleicht nicht in 2025 getroffen. Aber ich habe 2025 davon profitiert. 2017 hat mein Weg der Persönlichkeitsentwicklung begonnen. Und in diesem abgelaufenen Jahr war ich unglaublich dankbar dafür, dass ich diesen Weg gegangen bin.

Ich bin seit 22 Jahren in unserer Firma tätig. Von einer Teilzeit-Controllerin habe ich mich zur kaufmännischen Leiterin und Unterstützerin der Geschäftsleitung entwickelt. Und dann – die Kündigung. 2026 wird dieses Kapitel für mich zu Ende sein. Umstrukturierung, Nachfolgeregelungen, das Leben eben. Nichts, was direkt mit mir zu tun hat, und trotzdem nicht leicht zu schlucken.

Und ich? Betroffen, ja, das schon. Aber kein Drama. Keine Schuldzuweisungen. Stattdessen: nach vorne blicken, Lösungen suchen, alles sauber abwickeln. Gemeinsam. Das ist nicht immer leicht, überhaupt nicht. Aber durch meine Ausbildungen habe ich die Werkzeuge und auch das Mindset, um damit umzugehen.

Mein größtes Learning in 2025

Ich habe 2025 meinen Mut zusammengenommen und ein lange fälliges Gespräch mit einer Freundin geführt. Wir haben uns verloren, als wir beide durch eine schwierige Zeit gegangen sind. Jede mit einem anderen, ihrem ganz eigenen Thema.

Fast zwei Stunden sind wir durch die Weinberge gelaufen. Beim Gehen redet es sich einfach besser. Dieses Gespräch bringt unsere Freundschaft vielleicht nicht zurück. Wer weiß. Aber ich habe dabei unglaublich viel gelernt – über mich, über sie, über unterschiedliche Perspektiven. Und vor allem auch, dass jede in ihrer eigenen Blase lebt und die andere oft gar nicht sehen kann. Deren Träume, Wünsche, Sorgen und Nöte.

Jede hat ihre eigene Wahrheit. Und das macht die Wahrheit der anderen nicht falsch. Mein erster Business-Slogan heißt: Stressmanagement aus einer anderen Perspektive. Ich stehe dafür, Veränderung zu erreichen, indem wir einen anderen Blick auf Menschen, Dinge und vor allem auf uns selbst einnehmen. Und trotzdem habe ich in diesem Gespräch noch einmal so viel mehr verstanden.

Die Erkenntnis hat mich schockiert und berührt gleichzeitig. Die Erkenntnis, dass jemand, der mir einmal so nahestand, überhaupt nicht sieht, was mich so verletzt hat in diesen Jahren. Was da bei mir los war. Und das war einfach ehrlich, nicht ablehnend oder böse gemeint. Umgekehrt ging es mir ja genau gleich, obwohl ich von mir behauptet hätte, die Perspektive des anderen immer mitzuberücksichtigen.

Mein Learning daraus ist noch einmal mehr, wie wichtig das Bewusstsein dafür ist, dass jeder in einer Blase lebt. Manchmal alleine, manchmal zusammen mit anderen. Grenzen überwinden und Verbindungen aufbauen geht meiner Meinung nach nur in diesem Bewusstsein. Wir müssen einander zuhören, ohne Bewertung, vorgefasste Meinungen und ohne Vorbehalte. Und das setzt voraus, dass wir miteinander reden.

Ich bin stolz darauf, dass ich den ersten Schritt gemacht habe. Und ich bin sehr dankbar dafür, dass wir beide den Mut hatten, dieses Gespräch zu führen.

Mein Ausblick auf 2026

Was ich 2026 anders (besser) mache

  • Aus der Deckung kommen. Ich bin eine eher introvertierte Persönlichkeit und halte mich gerne im Hintergrund. Ich höre lieber zu als zu reden. Ich schreibe lieber, als zu sprechen. Mein Anliegen ist es, Menschen zu helfen mit meiner Arbeit. Dabei hilft mehr Kontakt, mehr Gespräche, mehr Austausch.
  • Ich werde mir mehr Zeit für mich nehmen. Zeit für mehr Sport, Spaziergänge, für meine Gedanken, für Kreatives. Das predige ich in meinen Artikeln und im Coaching, habe es allerdings 2025 selbst oft nicht beachtet. Um alle Vorhaben zu realisieren und alle Anforderungen zu erfüllen, habe ich mich selbst oft übergangen.
  • Ich werde wieder regelmäßiger bloggen. 52 Artikel werde ich auch 2026 nicht schaffen. Aber ich will es nicht mehr so abreißen lassen wie im zweiten Halbjahr 2025. Denn das Bloggen macht mir Spaß, es sortiert meine Gedanken, und ich lerne viel dabei, da ich mich immer mit neuen Themen intensiv beschäftige.

So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten

Du kommst in dem Wirbel von Beruf, Selbständigkeit, Kindern, Familie, Partnerschaft kaum noch zum Luftholen? Fühlst dich gefangen, getrieben und gehetzt und möchtest dem täglichen Stress entkommen – und wieder mit Freude, selbstbestimmt und ohne schlechtes Gewissen dein prallvolles und wunderbares Leben leben?

Dann ist meine 1:1 – Begleitung für dich. Derzeit biete ich Einzelstunden an, um dir erste Werkzeuge an die Hand zu geben, wie du selbst dein Leben verändern kannst. Ganz auf deine persönliche Situation und deine Ziele zugeschnitten.

Begleitung, Tipps und Hilfestellung, um die Veränderung in deinem Leben wirklich umzusetzen, bekommst du in meinem 4-Wochen-Programm. Ebenfalls 1:1, live und individuell für dich. Für spürbare Veränderung in kurzer Zeit.

Bist du Unternehmerin oder Unternehmer und suchst nach einer Möglichkeit, gestresste Mitarbeiter/innen zu unterstützen? Schreib mir eine E-Mail und ich schicke dir mein Workshop-Konzept.

Meine Ziele für 2026

  • Einen Workshop für Stressmanagement, Gelassenheit und positives Denken in Unternehmen bringen. Ich arbeite derzeit an einem Konzept vor allem für berufstätige Frauen mit Kindern, die von vielen Seiten Druck spüren: unzufriedene Kunden, volle Terminkalender, Erwartungen von Familie, Arbeitgeber und Kollegen. Ein Beispiel: der Einzelhandel mit vielen teilzeitbeschäftigten Frauen, die mit Job-Schichten, Kinderbetreuung und Wäschebergen jonglieren. Und dabei sich selbst meistens übergehen.
  • Die Zahl meiner Newsletter-Abonnenten möchte ich 2026 deutlich vergrößern und viel mehr Menschen erreichen. Gerade heute, kurz vor der Veröffentlichung dieses Artikels, habe ich gelesen, dass Pinterest gegen eine Flut von KI-Müll-Inhalten auf der Plattform kämpft. Der CEO von Pinterest sieht da eine Gefahr für die ganze Branche. Was wird das mit den Social-Media-Plattformen machen? Künftig wird voraussichtlich die persönliche Ansprache, zum Beispiel über einen Newsletter, wieder wichtiger werden. Ein Newsletter, der natürlich nicht KI-generiert ist. Hier kannst du meinen Newsletter abonnieren.
  • Eine Art Less-Stress-Café für Frauen, ein virtueller Raum für Austausch, Rat und Hilfestellung. Für weniger Stress, mehr Gelassenheit, Selbstzufriedenheit und Lebensfreude. Das habe ich schon länger im Kopf, 2026 möchte ich es realisieren.
  • Mehr fotografieren. Kurze Videos drehen. Mehr vor die Kamera gehen. Denn das fehlende Bildmaterial ist ein wesentlicher Grund dafür, dass ich so wenig auf Social Media präsent und dementsprechend wenig sichtbar bin.

Mein Motto 2026: Lead the Change

Lead the Change, so hieß ein Mentorship von Sylvia Schulz, an dem ich einmal teilgenommen habe. Und 2026 wird für mich ein Jahr großer Veränderungen werden, das ist jetzt schon zu sehen.

Veränderungen nicht zu erleiden oder zu beobachten, sondern aktiv mitzugestalten, darum geht es dabei. Selbst die Richtung (mit-) zu bestimmen und vorwärts zu gehen, auch wenn niemand die eigenen Visionen teilt. Das wird meine Aufgabe für 2026 sein.

Einen ersten Schritt habe ich vielleicht (wer weiß das schon so genau?) mit meiner Partner-Mitgliedschaft bei tribe.de gemacht. Tribe und alle, die dort sind, haben eine Vision: ein Social Media, ein Netzwerk der neuen Zeit zu werden. Eine Community, wo alle sich unterstützen zum gemeinsamen Nutzen aller. Nicht Konkurrenz. Nicht Algorithmus. Keine Hater. Sondern ehrlicher Austausch, Verbindung und Support. Bist du neugierig? Hier kannst du unverbindlich reinschnuppern.

1 Gedanke zu „Mein Jahresrückblick 2025: Über den Tellerrand hinaus“

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